Je nach Ursache der Erkrankung kann ein chirurgischer Eingriff für Herzinsuffizienzpatienten eine Therapieoption sein.
Koronarbypass - Bei blockierten Koronararterien kann ein Koronarbypass angezeigt sein, um einen ausreichenden Blutfluss zum Herzmuskel herzustellen.
Herzklappenoperation
Wenn die Herzinsuffizienz durch einen Herzklappenfehler ausgelöst oder verschlimmert wird, ist eine Herzklappenoperation manchmal die beste Option. Man unterscheidet zwei Arten von Herzklappen: mechanische (künstliche) und biologische (aus menschlichem oder tierischem Gewebe) Herzklappen.
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Mechanische Herzklappen - gibt es in einer Vielzahl von Größen und sie lassen sich leicht implantieren. Das häufigste Problem ist die Blutgerinnselbildung: Menschen mit mechanischen Herzklappen müssen ständig Antikoagulanzien (Blutverdünner) nehmen.
Biologische Herzklappen - von Schweinen und Rindern gibt es ebenfalls in einer Vielzahl von Größen und sie lassen sich leicht implantieren. Hier ist das Risiko der Blutgerinnselbildung geringer, so dass die Patienten nicht langfristig auf Antikoagulanzien angewiesen sind. Allerdings ist die Funktionsdauer dieser Herzklappen beschränkt und sie müssen üblicherweise ausgetauscht werden.
Menschliche Herzklappen - Transplantat von einem verstorbenen Spender. Auch hier ist das Risiko der Blutgerinnselbildung und Infektion gering. Allerdings stehen nicht viele Transplantate zur Verfügung. Sie verschleißen ebenfalls mit der Zeit, gelten aber als haltbarer als biologische Herzklappen. |
Herztransplantation
Einigen Patienten mit schwerer, fortschreitender Herzinsuffizienz kann weder mit Medikamenten noch mit einer Änderung der Lebensweise geholfen werden. Hier ist eine Herztransplantation die einzige Behandlungsalternative.
Etwa 400 Herztransplantationen werden jährlich in Deutschland vorgenommen.
Bei diesem Eingriff werden das erkrankte Herz oder auch Herz und Lungen durch die Organe eines gesunden, verstorbenen Spenders ersetzt. Während des Eingriffs wird das erkrankte Herz bis auf die Rückwände der Vorhöfe entnommen. Die Rückwände des Spenderherzens werden geöffnet und das Herz wird in die Brusthöhle eingenäht.
Die meisten Patienten können schon wenige Tage nach dem Eingriff wieder aufstehen. Wenn es keine Anzeichen für eine Abstoßung gibt, kann der Patient nach einigen Wochen nach Hause zurückkehren. Das neue Herz wird schneller schlagen, aber bei sportlichen Aktivitäten und körperlicher Betätigung nicht so rasen.
Die Abstoßung ist das größte Hindernis bei einer Herztransplantation, aber Verbesserungen der Medikamente gegen die Abstoßung haben die Überlebensrate erhöht. Eine Infektion ist eine weitere mögliche Komplikation; deswegen gehören entzündungshemmende Medikamente zur Therapie. Transplantatträger müssen jedes Infektionsrisiko vermeiden. Auch die Medikamente, die über sehr lange Zeit genommen werden müssen, können Komplikationen verursachen.
Der Operationserfolg hängt vom Alter des Patienten, seinem Gesundheitszustand sowie den körperlichen Reaktionen auf das Transplantat ab. Bei vielen Transplantationspatienten werden die meisten Symptome gelindert und sie können das Leben wieder genießen.
Änderungen der Lebensgewohnheiten, wie salzärmer essen, regelmäßig körperliche Aktivitäten absolvieren und sich genügend Ruhe gönnen, können in allen Stadien der Herzinsuffizienz einige Symptome mildern. Sowohl Bewegung als auch Ruhe sind wichtig. Mehr über Änderung der Lebensweise