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Was unterscheidet Herzinsuffizienz von anderen Herzerkrankungen?

Herzinsuffizienz unterscheidet sich von anderen Herzerkrankungen, weil

  • sie anfangs nicht als Erkrankung erkannt wird
  • es nicht die eine Ursache für die Erkrankung gibt. Häufig führen andere Herzerkrankungen, wie KHK (koronare Herzkrankheit) oder Herzklappenfehler, zu einer Herzinsuffizienz.
  • es keine abgrenzbare Krankheit ist, sondern ein klinisches Syndrom oder eine Gruppe von Symptomen.
  • es keine allgemeingültige Therapie für Herzinsuffizienz gibt, sondern eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Obwohl Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und plötzlicher Herzstillstand sich auf Probleme mit dem Herzen zurück führen lassen, sind diese Erkrankungen sehr unterschiedlich und weisen verschiedene Risikofaktoren, Therapieoptionen und Behandlungserfolge auf.

Entstehung eines Herzinfarktes
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn der Blutfluss zum Herzen hin gestört ist, d.h. wenn eines (oder mehrere) der Blutgefäße verstopft sind, die Blut zum Herzen hin transportieren. Der im Blut gebundene Sauerstoff kann nicht bis zum Herzen transportiert werden, so dass das Herz durch Sauerstoffmangel geschädigt wird.

Diese Schädigung des Herzmuskels kann zu Störungen des elektrischen Erregungsleitungssystems des Herzens führen. Störungen der elektrischen Herzimpulse wiederum können gefährlich erhöhten Herzrhythmus verursachen, der in einem plötzlichem Herzstillstand resultieren kann.

Entstehung eines plötzlichen Herzstillstands
Anders als der Herzinfarkt wird der plötzliche Herzstillstand normalerweise durch eine Störung der elektrischen Herzimpulse verursacht. Herzstillstand tritt dann auf, wenn die Herzkammern (Ventrikel) plötzlich beginnen, sich in schnellem, unregelmäßigem Rhythmus zu bewegen, so dass die Herzkammern eigentlich nicht mehr richtig pumpen, sondern nur noch "zucken" (das so genannte Kammerflimmern). Durch das unrhythmische Flimmern der Herzkammern kann das Herz keine Pumpleistung mehr erbringen, so dass Körper und Gehirn nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt werden.

Binnen weniger Sekunden verliert der Patient das Bewusstsein und zeigt keinen Puls mehr. Nur sofortige notfallmedizinische Behandlung, wie Herz-Lungen-Reanimation und externe Defibrillation können dann die Todesfolge noch verhindern. Herzinsuffizienzpatienten erleiden 6 bis 9 mal häufiger einen plötzlichen Herztod als andere Menschen.



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