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Dieses Glossar enthält Definitionen der Begriffe, die in der Diagnose,
Behandlung und Vorbeugung von plötzlichem Herzstillstand und anderen Herzrhythmusstörungen
verwendet werden.
Ablation (Katheterablation) Bei diesem Verfahren werden
ein oder mehrere dünne Schläuche (Katheter) in Blutgefäße
eingeführt und in Richtung des Herzmuskels geschoben werden. Der gesamte
Vorgang wird über einen Röntgenbildschirm überwacht. Mittels
Hochfrequenzstrom wird ein sehr kleiner Gewebebereich abgetötet, von dem
die anormalen elektrischen Impulse ausgehen.
AED Siehe Externer Defibrillator.
Anschlussdrähte Ein dünner, isolierter Draht mit Elektroden
(elektrischen Kontakten), der nahe der Herzspitze eingesetzt wird.
Antiarrhythmika Medikamente zur Vorbeugung oder Behandlung von Herzrhythmusstörungen.
Arrhythmie Unregelmäßiger Herzschlag. Es kann sich hierbei um anormal
langsamen Herzschlag (Bradykardie) oder anormal schnellen Herzschlag (Tachykardie)
handeln. Siehe auch Bradykardie und Tachykardie.
Assistent mit Fachausbildung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Assistiert
Ärzten bei Operationen und Verfahren am Herz-Kreislauf-System.
Atherosklerose Siehe Erkrankungen der Herzkranzgefäße.
Atria. Plural von Atrium. Siehe Atrium.
Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) Auch Aschoff-Tawara-Knoten genannt.
Eine Gruppe spezifischer Muskelfasern in der Mitte des Herzens. Elektrische
Impulse, die vom Sinusknoten ausgehen, gehen zunächst durch den AV-Knoten,
bevor sie sich auf den Rest des Herzens ausbreiten. Der AV-Knoten sorgt dafür,
dass Vorhöfe und Herzkammern synchron schlagen. Ist der AV-Knoten blockiert,
kann dies zu langsamen Herzschlag, dem sog. Herzblock, führen. Ein künstlicher
Herzschrittmacher kann die Funktion des AV-Knotens übernehmen und wieder
für normalen Herzschlag sorgen.
Atrium Das Herz besteht aus vier Kammern. Die oberen Kammern werden als
Vorhöfe oder Atria bezeichnet, während die unteren Kammern als Herzkammern
oder Ventrikel bezeichnet werden. Die Vorhöfe nehmen das Blut aus den Venen
auf und pumpen es durch die Dreizipfelklappe (rechts) bzw. die Mitralklappe
(links) in die Herzkammern. Weitere Informationen hierzu finden sie unter Funktion
und Aufbau des Herzens.
Auswurffraktion Diese Messung ermittelt, wie viel Blut, d.h. welche
Fraktion bzw. welcher Prozentsatz des Blutes von den beiden Herzkammern (linke
und rechte Herzkammer) mit jedem Herzschlag in die Organe (Gehirn, Nieren, Leber
usw.) sowie die Muskeln gepumpt bzw. "ausgeworfen" wird. Weitere Informationen
über die Auswurffraktion finden Sie unter Diagnose.
Automatischer Externer Defibrillator (AED) Tragbare Geräte, mit
denen dem Herzen bei Herzflimmern ein elektrischer Impuls gegeben werden kann.
Mit externen Defibrillatoren können über zwei Elektroden oder Kontaktflächen,
die auf die Brust des Patienten aufgesetzt werden, starke Stromschläge
verabreicht werden.
Befragung zur Risiko-Bewertung Eine bestimmte Befragung,
die dazu dient, das Risikopotential für plötzlichen Herzstillstand
zu ermitteln.
Belastungs-EKG Siehe Stresstest.
Bleibend schneller Herzrhythmus (Tachykardie) Tachykardie, wie etwa
Vorhofflimmern, die sich über einen längeren Zeitraum nicht zurückbildet,
kann zu einer geringen Auswurffraktion und einer Schädigung des Herzmuskels
führen.
Bluthochdruck Unkontrollierter Bluthochdruck führt dazu, dass das
Herz besonders schwer arbeitet, um Blut durch den Körper zu pumpen. Ein
ständig überlastetes Herz entwickelt nach einer gewissen Zeit Herzversagen.
Bradykardie So bezeichnet man den Zustand, wenn das Herz weniger als
60mal in der Minute schlägt. Diese Herzfrequenz ist unter Umständen
zu langsam oder zu unregelmäßig, um den Anforderungen des Körpers
gerecht zu werden. (Im Unterschied zu körperlich gut trainierten Personen,
die eine Herzfrequenz von 60 oder weniger haben können).
Chemotherapeutische Medikamente Bestimmte Medikamente,
die in der Chemotherapie eingesetzt werden, können den Herzmuskel schwächen
und zu einer geringen Auswurffraktion und Herzversagen führen.
Das Erregungsleitungssystem des Herzens Das Herz besitzt
ein eigenes Erregungsleitungssystem ("elektrisches System"). Spezielle
Gewebe leiten elektrische Impulse über Erregungsleitungen durch das Herz.
Über diese Impulse wird das Herz zum Schlagen angeregt, d.h. die Herzkammern
ziehen sich zusammen und drücken so das Blut aus dem Herz in den Körper.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter elektrisches Reizleitungssystem
des Herzens.
Defibrillation Eine Behandlungsmöglichkeit von ICDs, die eingesetzt
wird, um Kammerflimmern zu behandeln. Die Defibrillation ist die Verabreichung
eines Stromschlags mit hoher Energie.
Defibrillator Siehe ICD.
Diagnoseverfahren Diese Untersuchungen werden durch einen Arzt angeordnet,
um eine Ursache festzustellen oder auszuschließen. Weitere Informationen
hierzu finden Sie unter Diagnoseverfahren.
Dyssynchronie Bezeichnet den Zustand, wenn die beiden Herzkammern nicht
synchron schlagen, so wie dies normalerweise der Fall sein sollte. In einem
gesunden Herzen schlagen beide Herzseiten gemeinsam und "synchron".
Echokardiogramm Eine Ultraschalluntersuchung, bei der
Schallwellen mit sehr hoher Frequenz eine Abbildung des Herzens erzeugen. Mit
Hilfe eines Echokardiogramms lässt sich ermitteln, wie stark sich die Herzkammern
mit Blut füllen und wie viel dieses Blutes sie mit jedem Herzschlag in
den Körper pumpen (die sog. Auswurffraktion). Weitere Informationen hierzu
finden Sie unter Diagnoseverfahren.
Echokardiologe Ein Kardiologe, der Untersuchungen am Herz-Kreislaufsystem
durchführt. Er nutzt dazu Echokardiogramme, bei denen mit Hilfe hochfrequenter
Schallwellen Abbildungen des Herzens und der großen Blutgefäße
erstellt werden.
Elektrokardiogramm (EKG) Eine Aufzeichnung der Herzaktivität. Bei
Patienten, die einen Herzschrittmacher tragen, wird regelmäßig ein
EKG durchgeführt um zu ermitteln, wie gut der Schrittmacher mit dem Herzen
interagiert. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Diagnoseverfahren.
Elektrophysiologe Ein Kardiologe, der sich auf die Diagnose und Behandlung
von Arrhythmien spezialisiert hat. Elektrophysiologen sind Fachärzte für
die elektrische Funktion des Herzens.
Elektrophysiologische Untersuchung Die elektrophysiologische Untersuchung
dient zur Untersuchung des elektrischen Erregungsleitungssystems des Herzens.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Diagnoseverfahren.
Erkrankungen der Herzklappen Eine der vier Herzklappen (zwei Segelklappen,
zwei Taschenklappen) kann verengt sein (Stenose) oder nicht mehr richtig schließen,
wodurch der Blutfluss im Herzen beeinträchtigt wird. In einigen Fällen
kann eine Herzklappenendokarditis (Infektion der Herzklappen) zu einer Schädigung
der Herzklappen führen und den Blutdurchfluss behindern.
Erkrankungen der Herzklappen Die Herzklappen des menschlichen Herzens
öffnen und schließen sich automatisch und steuern so den Blutfluss
in das Herz, durch das Herz und aus dem Herzen heraus. Die Herzklappen öffnen
sich, und lassen ausreichend Blut in die \Herzkammern fließen. Sie schließen
sich und stellen so sicher, dass das Blut nach dem Ausstoßen in Richtung
der Lungen oder des Körpers nicht zurück in das Herz fließen
kann.
Erkrankungen der Herzkranzgefäße Eine der häufigsten
Ursachen für Herzversagen in den Vereinigten Staaten. Durch die Verhärtung
der Herzkranzgefäße wird der Blutdurchfluss verringert, wodurch es
zu einer Schädigung des Herzmuskels kommt. Der Verschluss der Herzkranzgefäße
kann auch einen Herzinfarkt auslösen, bei dem ein Teil des Herzmuskels
geschädigt wird.
Erregungsleitung Über die Erregungsleitungen werden elektrische
Impulse über den atrioventrikularen Knoten zu den Vorhöfen und den
Herzkammern geleitet. Durch diese Impulse wird das Herz veranlasst, zu schlagen
und Blut in den Körper zu pumpen.
Externe Defibrillation Bei der externen Defibrillation wird dem Herzen über
zwei Elektroden bzw. Kontaktflächen, die auf die Brust des Patienten aufgesetzt
werden, ein Stromschlag versetzt. Dadurch wird das Erregungsleitungssystem des
Herzens angeregt, seine normale Tätigkeit wieder aufzunehmen. Die externe
Defibrillation kann mit Hilfe eines manuellen externen Defibrillators oder eines
automatischen externen Defibrillators (AED) durchgeführt werden.
Externes Langzeit-EKG-Gerät Ein Gerät, das den Herzrhythmus
und die Herzfrequenz bis zu einen Monat lang überwacht. Während dieser
Zeit trägt der Patient ein Gerät am Handgelenk oder um die Taille
herum. Wenn der Patient bemerkt, dass Symptome auftreten, drückt er eine
Taste am Gerät. Das Gerät zeichnet nun die Herzaktivität auf.
Facharzt für Herzrhythmusstörungen Siehe Elektrophysiologe.
Herzinfarkt oder Herzmuskelinfarkt Ein
Herzinfarkt tritt auf, wenn der Blutzufluss zum Herzen hin blockiert ist und
der Herzmuskel durch Sauerstoffmangel geschädigt wird. Der Herzinfarkt
wird auch als Herzmuskelinfarkt oder Myokardinfarkt bezeichnet, da die mittlere
Schicht des Herzmuskels, des sog. Myokard, geschädigt wird bzw. nicht aktiv
ist. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Herzinfarkt oder Plötzlicher
Herzstillstand.
Herzkatheterisierung Bei der Herzkatheterisierung (die auch als Herzkatheter-Untersuchung
oder Koronarangiogramm bezeichnet wird) handelt es sich um ein Verfahren, bei
dem der Arzt "sehen" kann, wie gut das Herz arbeitet. Bei dieser Untersuchung
wird ein langer, dünner Schlauch, der sog. Katheter, in ein Blutgefäß
im Arm oder Bein eingeführt und unter Überwachung über einen
Röntgenbildschirm in Richtung des Herzens geschoben. Durch den Katheter
wird Kontrastfarbe in das Herz injiziert, so dass bewegte Röntgenaufnahmen
der Herzklappen, der Herzkranzgefäße und der Herzvorhöfe und
-kammern erstellt werden können. Weitere Informationen hierzu finden Sie
unter Diagnoseverfahren.
Herz-Lungen-Reanimation Die Herz-Lungen-Reanimation setzt sich aus Herzmassage
(Druck mit den Händen auf den Brustkorb des Patienten) und Mund-zu-Mund-Beatmung
zusammen, die in einer bestimmten Abfolge ausgeführt werden müssen.
Durch Herzmassage und Beatmung des Patienten wird sichergestellt, dass der Körper
weiterhin mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt wird. Die Herz-Lungen-Reanimation
wird oft als erste Hilfemaßnahme eingesetzt, bis ein externer Defibrillator
zur Verfügung steht.
Herzversagen Herzversagen tritt dann ein, wenn das Herz nicht mehr ausreichend
Blut in den Körper pumpt. "Versagen" bedeutet in diesem Fall
nicht, dass das Herz nicht mehr arbeitet, sondern dass es nicht mehr ausreichend
effizient arbeitet. Herzversagen wird in den meisten Fällen durch eine
Erkrankung der linken Herzkammer verursacht.
Holter-Monitoring Dieses Gerät misst und zeichnet den Herzrhythmus
über 1-3 hinweg Tage auf. Diese Untersuchung wird dann ausgeführt,
wenn das EKG keine Herzrhythmusstörungen zeigt, aufgrund der Symptome solche
aber vorliegen müssen. Es werden Elektroden auf der Brust des Patienten
angebracht. Diese sind an einen tragbaren Monitor angeschlossen, der in einer
Tasche getragen oder am Gürtel befestigt wird.
Implantierbarer Kardioverter/Defibrillator (ICD) Bei
einem ICD handelt es sich um ein kleines Gerät, das in den Körper
eingesetzt wird und anormal schnellen Herzschlag behandelt. Es kann für
unterschiedliche Behandlungen eingesetzt werden, u.a. für Kardioversion,
Defibrillation und Anti-Tachykardie-Funktion. Der ICD wird in der Regel im oberen
Brustbereich oder im Bauchbereich eingesetzt.
Implantierbares Langzeit-EKG-Gerät Ein Gerät, das den Herzrhythmus
bis zu 14 Monate lang fortlaufend überwacht. In einem etwa 20minütigen
Verfahren, das unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird, wird
dieses kleine Gerät unter der Haut eingepflanzt. Bemerkt der Patient das
Auftreten von Symptomen, kann er das Gerät mit Hilfe einer kleinen Fernbedienung
aktivieren. Der Arzt kann später die aufgezeichneten Daten auswerten.
Kammerflimmern Herzrhythmusstörung,
die ihren Ursprung in den Herzkammern hat. Sie äußert sich in Form
eines anormal schnellen Herzrhythmus, der zudem äußerst instabil
und unregelmäßig ist. Wenn Herzkammerflimmern auftritt, werden elektrische
Impulse völlig willkürlich durch das Herz gesendet, so dass das Herz
nicht mehr richtig schlagen kann. Dies führt häufig dazu, dass der
Patient das Bewusstsein verliert. Ohne Behandlung führt Kammerflimmern
häufig zu Herzstillstand.
Kammertachykardie Herzrhythmusstörung, die ihren Ursprung in den
Herzkammern hat. Kammertachykardie äußert sich in Form eines schnellen
Herzrhythmus. Der Patient fühlt sich schwindlig oder benommen, und es kann
sogar zu Kreislaufversagen kommen. Bei der Kammertachykardie ist die Pumpleistung
des Herzens weniger effizient als bei normalem Herzschlag. Die schnellen Kontraktionen
verhindern, dass sich das Herz zwischen den einzelnen Herzschlägen mit
ausreichend Blut füllen kann. Kammertachykardie kann gefährlich und
sogar lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht richtig behandelt wird. Weitere
Informationen hierzu finden Sie unter Kammertachykardie.
Kardiologe Ein Arzt, der sich auf die Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen
spezialisiert hat. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Ärzte
und Fachärzte.
Kardiomyopathie Bei der Kardiomyopathie handelt es sich um eine Erkrankung
des Herzmuskels. Das Herz verliert dabei seine Fähigkeit, Blut zu pumpen.
Teilweise treten auch Störungen im Herzrhythmus auf, die zu unregelmäßigen
Herzschlägen und Arrhythmie führen. In der Regel kann die genaue Ursache
der Herzmuskelschädigung nicht gefunden werden.
Kardioversion Implantierbare Kardioverter/Defibrillatoren werden zur
Behandlung bei zu schnellem Herzrhythmus eingesetzt. Die Kardioversion besteht
in Stromschlägen, die von geringer Stärke zu intensiverer Stärke
ansteigen können, je nachdem, welche Behandlung zum Senken des zu schnellen
Herzschlags erforderlich ist.
Kipptisch-Test Bei diesem Verfahren wird versucht, die Konditionen zu
simulieren, welche die Herzrhythmusstörungen auslösen. Mit Hilfe dieses
Verfahrens kann der Arzt analysieren, wie Blutdruck, Herzfrequenz und Herzrhythmus
auf die Veränderung von liegender zu aufrechter Position des Patienten
reagieren. Der Patient wird auf der Liege befestigt und erhält Medikamente.
Anschließend wird der Kipptisch in verschiedenen Winkeln geneigt. Die
Untersuchung dauert in der Regel mehrere Stunden.
Krankenschwester mit Fachausbildung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Arbeitet auf der Station, auf der Patienten mit Herzrhythmusstörungen und
anderen Herzproblemen behandelt werden.
Krankenschwester mit Fachausbildung für Katheterlabore (Katheterlabor/Elektrophysiologie)
Assistiert bei elektrophysiologischen Untersuchungen und Operationen, bei denen
Herzschrittmacher und implantierbare Kardioverter/Defibrillatoren (ICDs) eingesetzt
werden.
Langzeittherapie mit Herzschrittmacher Wurde dem Herzen
ein Stromschlag versetzt, kommt es manchmal einem sehr langsamen Herzschlag.
Wenn dies passiert, oder wenn das Herz aus einem anderen Grund zu langsam schlägt,
sendet der Defibrillator, vergleichbar einem Herzschrittmacher, Impulse aus,
die das Herz wieder zu einem normal schnellen Herzschlag veranlassen.
Manueller externer Defibrillator Tragbare Geräte,
die dem Herzen bei Herzflimmern einen elektrischen Impuls geben. Mit externen
Defibrillatoren können über zwei Elektroden oder Kontaktflächen,
die auf die Brust des Patienten aufgesetzt werden, starke Stromschläge
verabreicht werden.
Monitoring-Assistent Beobachtet auf der Station für frisch operierte
Patienten den Herzrhythmus auf einem Monitor. Zu seinen weiteren Aufgaben zählen
die Durchführung von Elektrokardiogrammen (EKGs) sowie die Nachsorgebehandlung
der Patienten.
MUGA-Untersuchung (Multiple Gated Acquisition Test) Eine geringe Dosis
radioaktiven Materials wird intravenös injiziert. Mittels eines Scanners
kann dann untersucht werden, wie viel Blut das Herz aus der linken und der rechten
Herzkammer ausstößt.
Myokardinfarkt (Herzmuskelinfarkt oder Herzinfarkt) Sind bereits ein oder
mehrere Herzinfarkte aufgetreten, kann das Herz aufgrund von Vernarbungen des
Herzgewebes nicht mehr effizient arbeiten. Dies führt zu einer Schwächung
und Erweiterung der beiden Herzkammern, was häufig zu Herzversagen führt.
Siehe Herzinfarkt.
Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) Myokarditis wird häufig
durch eine Visurinfektion verursacht, die den Herzmuskel schädigt.
Plötzlicher Herzstillstand
Man spricht von plötzlichem Herzstillstand, wenn die Herzkammern (Ventrikel)
plötzlich beginnen, sich schnell und unregelmäßig zu bewegen
(Kammerflimmern), und die zitternden Herzkammern kein Blut mehr in den Körper
pumpen können. Binnen weniger Sekunden zeigt der Betroffene keinen Puls
mehr und verliert das Bewusstsein. Ohne sofortige Behandlung sind die Überlebenschancen
des Betroffenen äußerst gering. Plötzlicher Herzstillstand ist
kein Herzinfarkt! Bei einem Herzinfarkt kann handelt es sich um Probleme mit
den Blutgefäßen des Herzens; eine oder mehrere der Arterien, die
das Herz mit Blut versorgen, sind verstopft. Das sauerstoffreiche Blut kann
nicht mehr bis zum Herzen transportiert werden, so dass das Herz durch Sauerstoffmangel
geschädigt wird.
Plötzlicher Herztod Natürlicher Tod infolge von Herzproblemen.
Der Patient verliert plötzlich das Bewusstsein und stirbt binnen einer
Stunde nach auftreten akuter Symptome. Das Vorliegen von Herzerkrankungen kann
bis zu diesem Zeitpunkt völlig unentdeckt geblieben sein. Doch auch wenn
Herzerkrankungen bekannt sind, lässt sich dadurch nicht auf Todeszeitpunkt
oder Todesart schließen.
Programmiergerät Ein kleiner Computer, der in der Arztpraxis eingesetzt
wird, um den Herzschrittmacher zu überprüfen. Ein im Programmiergerät
befindlicher Magnet wird über dem Schrittmacher platziert. Auf diese Weise
können die im Schrittmacher gespeicherten Daten ausgelesen werden.
Radionuklid-Angiogramm Siehe MUGA-Untersuchung
(Multiple Gated Acquisition Test).
Radionuklidventrikulographie Bei dieser Untersuchung wird ein schwach
radioaktiver Stoff injiziert. Dann wird ein Bild des Herzens unter körperlicher
Belastung aufgezeichnet, aus dem zu ersehen ist, wie gut das Herz durchblutet
wird.
Schrittmacher Ein Schrittmacher ist ein zweiteiliges
elektrisches System. Es besteht aus einem Impulsgenerator (dem Schrittmacher)
und einen oder zwei Drähten bzw. kleinen Kabeln, die die Impulse an das
Herz leiten. Diese Drähte leiten auch Signale vom Herzen zurück an
den Schrittmacher. Durch Auswerten dieser Signale kann der Impulsgenerator die
Tätigkeit des Herzens überwachen und entsprechend reagieren. Ein Herzschrittmacher
unterstützt das Herz, wenn die eigene Herzfrequenz zu langsam ist (Bradykardie),
und nicht ausreichend Blut in den Körper gepumpt wird.
Schrittmacherfunktion Der Defibrillator sendet Schrittmacherimpulse aus,
wenn der Herzschlag nur geringfügig zu schnell oder zu langsam ist. Werden
mehrere Schrittmacherimpulse schnell hintereinander ausgesendet, bemerkt dies
der Patient meist kaum. Unter Umständen fühlt sich der Patient aufgrund
des schnellen Herzschlags schwindelig oder etwas benommen.
Schwerer Alkoholmissbrauch Wird über eine längere Zeit zu
viel Alkohol konsumiert, übt der Alkohol eine toxische Wirkung auf den
Herzmuskel aus.
Sinusknoten Eine Zellgruppe im rechten Herzvorhof, die elektrische Impulse
aussenden, durch die das Herz zum Schlagen veranlasst wird. Der Sinusknoten
ist der natürliche Schrittmacher des Herzens. Die vom Sinusknoten ausgehenden
Signale gehen zunächst durch den atrioventrikularen Knoten (AV-Knoten),
und breiten sich anschließend auf den Rest des Herzens aus. Der Sinusknoten
reagiert, wenn durch körperliche Belastung ein schnellerer Herzschlag erforderlich
ist. Betreibt man Sport oder ist man aufgeregt, benötigt der Körper
mehr Sauerstoff und folglich eine schnellere Blutzirkulation. Ein gesunder Sinusknoten
reagiert umgehend auf diese körperlichen Veränderungen und passt die
Herzfrequenz entsprechend an.
Stresstest Zeigt die Funktion des Herzens unter körperlicher Belastung.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Diagnoseverfahren.
Supraventrikuläre Tachykardie Sehr schnelle Arrhythmie (mehr als
100 Herzschläge pro Minute), die durch einen elektrischen Impuls aus dem
oberen Teil des Herzens verursacht werden. Es gibt zahlreiche unterschiedliche
Arten supraventrikulärer Tachykardie, die jeweils nach dem Ursprung des
anormalen Herzrhythmus benannt sind.
Synkope Kurzzeitiger Verlust des Bewusstseins aufgrund mangelnder Durchblutung
des Großhirns (Zerebrum).
Tachykardie Eine Unterart von Herzrhythmusstörungen
(Arrhythmien), die sich in Form von anormal schnellem oder unregelmäßigem
Herzschlag äußert. Zu den bekannten Ursachen von Tachyarrhythmien
zählen Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Herzinfarkte sowie
Erkrankungen des Herzmuskels.
Tachyarrhythmie Siehe Tachykardie.
Team für Herzrhythmusstörungen Ein Team aus Ärzten, Krankenschwestern
und Angehörigen weiterer Gesundheitsberufe, deren Fachgebiet die Gesundheit
des Herzens ist. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Ärzte und
Fachärzte.
Ventrikel Die beiden Herzkammern. Die
rechte Herzkammer pumpt das Blut in die Lungen. Die linke Herzkammer pumpt das
Blut in die Körperorgane.
Vorhofflimmern Extrem schnelles, unregelmäßiges Schlagen der
Vorhöfe. Durch dieses schnelle Flimmern können die Vorhöfe das
Blut nicht mehr richtig in die Herzkammern pumpen. Vorhofflimmern kann auch
unregelmäßiges, schnelles Schlagen der Herzkammern auslösen.
Vorhofflattern Eine Herzrhythmusstörung, bei der die Kontraktionen
der Vorhöfe zwar extrem schnell (230 - 380 Kontraktionen pro Minute), aber
regelmäßig sind.
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